Termine

Herbstwerkstatt 2026 in Wuppertal

Vom 23. bis 25. September 2026 laden wir herzlich zur diesjährigen Herbstwerkstatt mit zwei Workshop-Angeboten in Wuppertal ein.

A) Die Klangbaustelle: rohe, unperfekte und prozesshafte Musik als möglicher Theater-Baustein

Live Musik auf der Bühne hat eine emotionale Ausdruckskraft, sie kann verstärken oder auch kontrapunktisch wirken und führt das Publikum nebenbei an eine ganze Palette von vielleicht bisher unbekannten musikalischen Ausdrucksformen heran.

Musik kann dabei viele Gesichter haben und braucht nicht unbedingt eine musikalische Ausbildung. Ich möchte mit euch gemeinsam das mögliche Klangspektrum experimentierend ausleuchten: von Klängen ganz ohne Hilfsmittel; über Sounds mit Alltagsgegenständen; bis hin zur Verwendung der Loop-Station als Stimmungsgeberin.

Auf der Grundlage von Interviews zu Fragen wie „Was muss umgebaut, neu gedacht, repariert, sichtbar bzw. hörbar gemacht werden – in der Stadt, in der Gesellschaft, in der Welt, in eurem Umfeld?“ führen wir diverse ‚Baustellen‘ zu einem Kanon der Zwischenräume zusammen. Wir versuchen uns an einem Song und formen im Team eine fake Baustellen-Soundscape.

  • Referentin: Conni Trieder ist Flötistin, Musikerin und Komponistin und Teil der Kinder- und Jugendtheatergruppe Pulk Fiktion. Sie wirkte bei mehreren Stückentwicklungen mit, z.B. am Staatsschauspiel Dresden und bei pulk fiktion.

B) Baustelle Ensemblebildung: Gruppendynamik in Theater-Kursen gestalten

Die gelingenden Ensemblebildung ist eine wichtige Grundlage für den gemeinsamen Inszenierungsprozess einer Theatergruppe.

Das Theater-Spiel als spielerisches Experimentierfeld und als geschützter Raum sollen den Teilnehmenden die Gelegenheit geben, die Wirkkraft gruppendynamischer Prozesse als regulierbar und konstruktiv in der Gestaltung des essentiell wichtigen Lehrer*innen-Schüler*innen-Verhältnisses zu erfahren. Praxisanteile mit theaterpädagogischen (Rollen-)Spielen und Reflexionsanteilen werden eingebettet in sozialpsychologische Erklärungsmodelle.

Als Übungsfeld dienen einfache Spielsituationen u.a. aus den Bereichen der Theaterpädagogik. Die Teilnehmenden lernen auf diese Weise vor dem Hintergrund ihrer je eigenen Spielleitungserfahrungen gruppendynamische Prozesse im Probenprozess zu erkennen, und erproben selbst im geschützten Raum neue Strategien zu einem pädagogisch reflektierten, regulierenden Führungshandeln.

  • Referentinnen: Simone Hoberg, Theaterpädagogin, Hildegard Schroeter-Spliethoff, Theaterpädagogin u.a.

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